
„Schicksalsruf“ von Juliane Maibach
📖 Teresa ist mit ihrer Mutter nach San Francisco in das Haus ihrer verstorbenen Tante gezogen. Während sie sich an einer neuen Schule zurechtfinden und gegenüber Mitschülern behaupten muss, passieren im Haus ihrer Tante komische Dinge und plötzlich führt ein magischer Schlüssel sie in eine furchterregende Zwischenwelt, die sie mit einem neuen Begleiter verlässt: einem Schlüsselgeist in Form eines Fuchses, den sie Yoru nennt.
Doch was hat es mit Yoru und dem Schlüssel auf sich? Und was spielt Ayden für ein komisches Spiel, der sich mal freundlich nahbar und dann wieder kalt und unberechenbar verhält? Teresa findet sich bald in einer Welt wieder, die gefährlicher ist als es den Anschein hat und in der sie sich die Frage stellen muss: Ist sie dieser Herausforderung gewachsen?
𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴:
💬 Die Idee der Schlüsselträger mit ihren Schlüsselgeistern finde ich toll. Allerdings braucht das Buch zu lange, um bei diesem wirklich spannenden Teil zu landen. In der zweiten Hälfte passiert plötzlich Schlag auf Schlag so viel und man möchte wirklich wissen, wie es weitergeht. Der Plottwist war für mich vorhersehbar, aber dennoch gut gedacht. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der Lust macht, weiterzulesen.

💜 Die Liebesgeschichte findet mehr in Teresas Gedankenwelt statt als dass sie tatsächlich passiert. Die Schwärmereien von ihr für Ayden nehmen einen großen Anteil im Buch ein.
✍️ Der Schreibstil ist flüssig und in einfacher Sprache, was das Lesen leicht macht. Die Geschichte ist aus Teresas Sicht geschrieben – dennoch erleben wir Teresas Gedankenwelt im Allgemeinen eher oberflächlich.
⚡️ Die ersten 240 Seiten kamen mir langatmig und teilweise sogar langweilig vor. Ich hatte das Gefühl, dass hier zu viel Zeit für Schulalltag, Mobbing, Schwärmereien und eine Charaktereinführung genutzt wurde, die aber nur ansatzweise mit der folgenden magischen Geschichte zu tun haben. Die Geschichte um Kate hat mich am Ende eher irritiert, aber ich vermute, dass sie in den nächsten Büchern nochmal wichtig wird. Das Verhalten der Schulverantwortlichen hat sich mir nicht erschlossen, wenn man bedenkt, dass klar ist, dass Teresa rein gar nichts über diese „neue Welt“ weiß.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Das Buch hat mich in der zweiten Hälfte mit seiner außergewöhnlichen Idee sehr gut unterhalten.
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