
„Blood And Ash“ von Jennifer L. Armentrout
📖 Poppy lebt im Reich Solis ein einsames und abgeschiedenes Leben. Als Jungfräuliche ist sie vor den Blicken aller geschützt und darf am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen. Die einzigen Personen, die Poppy kennen, sind ihre Kammerzofe und ihre Leibwächter. Doch sie gerät mit ihrer auferlegten Rolle immer mehr ins Hadern und rebelliert insgeheim, um Kontrolle zu erlangen. Doch plötzlich mehren sich die Todesfälle in ihrem nächsten Umfeld, so dass Hawke die Rolle ihres Leibwächters übernimmt und alles auf den Kopf stellt. Und auch das Volk lehnt sich immer mehr gegen die Regenten auf, so dass Poppy schon bald in großer Gefahr schwebt.
𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴:
💬 Ich hatte schon so viel Gutes über dieses Buch gehört, dass ich durchaus voreingenommen war. Umso überraschter war ich, dass ich wirklich schwer in die Geschichte hineingefunden habe. Das hat durchaus etwa 150 Seiten gedauert, auf denen aus meiner Sicht nicht viel Spannendes passiert ist. Fesseln konnte mich das Buch also anfänglich nicht. Doch als ich einen bestimmten Punkt erreicht hatte, gab es kein Halten mehr und ich hab es kaum mehr weglegen können. Die Geschichte nimmt dann deutlich an Fahrt auf und ist unglaublich spannend. Das Worldbuilding ist ungewöhnlich und vieles habe ich zunächst (oder auch bis zum Ende) nicht verstanden. Es kommen immer wieder neue Puzzleteile hinzu, die alles etwas klarer, aber nie vollkommen klar werden lassen. Die Plottwists waren nicht alle unerwartet, aber das Ende… Das hatte ich nicht kommen sehen!

💜 Poppy und Hawke sind zwei faszinierende Charaktere. Poppy ist, bedingt durch ihr junges Alter, recht naiv, aber lässt sich nichts gefallen. Sie ist stark, weiß für sich einzustehen und ist nicht auf den Mund gefallen. Der Schlagabtausch zwischen Hawke und Poppy hat mich sehr gefallen und mich gut unterhalten. Es geht hier um eine Enemies-to-Lovers-Geschichte, so dass ich Hawkes Verhalten nicht immer nachvollziehen oder gut finden muss. Gerade gegen Ende passieren viele Dinge, die ich durchaus als toxisch, grenzüberschreitend und nicht nur einmal als morally grey empfunden habe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Das Worldbuilding ist umfangreich, komplex und für mich als Leserin häufig nicht direkt zu durchschauen gewesen. Vieles wird nur oberflächlich angerissen, was mich manches Mal ratlos zurückgelassen hat. Im späteren Verlauf wurden dann Dinge erklärt, die etwas Licht ins Dunkel gebracht haben. Insgesamt extrem spannendes Setting und im ersten Teil definitiv nur angerissen, was die Spannung hoch hält.
✍️ Wir erleben die Geschichte ausschließlich aus Poppys Perspektive. Diese ist gut geschrieben und ab dem Kipppunkt, dann auch wirklich fesselnd. Ihre naiven Gedankengänge haben mich dennoch manchmal ratlos zurückgelassen. Ich hatte den großen Plottwist schon lange vorhergesehen und denke, dass Poppy das auch hätte sehen können.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Außergewöhnliches und komplexes Worldbuilding trifft auf toughe, unerschrockene Protagonistin. Nach einem schwierigen Einstieg nimmt das Buch plötzlich schnell an Fahrt auf und gleicht dann einer Achterbahnfahrt, aus der man nicht mehr aussteigen will. Jetzt will man einfach nur noch weiterlesen.
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