📖 Jordan kämpft seit ihrer Kindheit und wünscht sich dabei nur eines: glücklich zu sein. Von ihrem alkoholkranken Vater vernachlässigt, von ihren bisherigen Partnern schlecht behandelt, kämpft sie sich durch jeden Tag mit ihrem Job als Kellnerin. Eines Abends trifft sie, als ihr Freund sie nicht wie vereinbart abholt, zufällig auf Pike und zwischen den beiden existiert sofort eine Chemie. Leider erfährt sie an diesem Abend auch, dass es sich um den Vater ihres Freundes handelt. Verschiedene Umstände führen dazu, dass Jordan mit ihrem Freund bei Pike einzieht. Doch das enge Zusammenleben führt nach dem Kennenlernen, Verleugnen und viel schlechtem Gewissen zu einer klaren Erkenntnis: Beide müssen sich ihren Gefühle füreinander stellen.

𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴:

💬 Es war mein 2. Buch der Autorin und ich hatte ein bisschen Angst, es überhaupt anzufangen, denn Credence (mein 1. Buch von Penelope Douglas) war für mich ein absoluter Fiebertraum mit Szenen, die ich nie vergessen werde. Da hingegen gefiel mir Birthday Girl wirklich gut. Obwohl inhaltlich immer mal wieder über Strecken nicht viel passierte, konnte mich das Buch trotzdem durchgehend fesseln, so dass ich es in zwei Tagen ausgelesen hatte. Der Age Gap war auf der emotionalen Ebene gut eingebunden, so dass ich das Handeln der Protagonisten meistens gut nachfühlen konnte.

💜 Ich mochte beide Charaktere mit ihren ganz unterschiedlichen Hintergründen, die beide durch ihre durchgemachten Geschichten vorbelastet waren. Gerade die Gefühlsebene, was die eigenen Hintergründe angeht, habe ich als emotional sehr fesselnd empfunden. Der innere Kampf, den Pike mit sich selbst ausmacht, da ihm die Altersproblematik durchaus bewusst ist, war für mich vollkommen nachvollziehbar. Mit Jordan habe ich hingegen sehr mitgelitten, weil mich ihre Geschichte vollkommen berührt und abgeholt hat. Ihre Bodenständigkeit und die Fähigkeit, sich über die kleinsten Gesten zu freuen, hat mich richtig gerührt. Kleinigkeiten zwischendurch fand ich richtig süß und zum Schmunzeln, z. B. dass sie versucht, Pike gesundes Essen unterzujubeln. Was meinen Lesefluss aber immer mal wieder gestört hat, weil es mich dann aus der Geschichte herausgerissen hat: Jordan betont ständig, sie sei kein Kind mehr, verhält sich dann aber recht häufig nicht erwachsen. 

✍️ Dadurch dass die Geschichte wechselnd aus der Sicht von beiden Protagonisten erzählt wird, erhalten wir in beide Gedankenwelten tiefgründige Einblicke, die die Geschichte absolut nachvollziehbar und authentisch wirken lässt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und anschaulich. Man fliegt nur so durch die Seiten.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Birthday Girl ist eine morally grey Story zwischen einer jungen Erwachsenen und dem Vater ihres (Ex-)Freundes, die durch emotionale Tiefe und die Schicksale der beiden Protagonisten, fernab der Liebesgeschichte, fesselt und überzeugt.


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